RVM-Messung

zum Bewerten von nicht PE/VPE-Strecken

Da bei einer Diagnose mit CDS-Anlage/IRC-Analyse nur reine PE/VPE-Strecken bewertet werden können, wurde die RVM-Methode eingeführt. Dabei wird die Spannung als Bewertungskriterium herangezogen.

Der Kabelprüfling wird mit einer Gleichspannung über 15 bis 30 Minuten aufgeladen. Danach erfolgt für zwei Sekunden über einen internen Widerstand eine weiche Entladung des Kabels. Daraufhin baut sich eine Wiederkehrspannung auf, deren zeitlicher Verlauf gemessen und gespeichert wird. Dieser Vorgang wird zweimal mit unterschiedlichen Spannungen, im Verhältnis 1:2, durchgeführt. In den Daten der ermittelten Messkurven und deren Relationen bei verschiedenen Spannungen sind die Informationen über den Zustand des Kabels enthalten.

Da Wasser eine nichtlineare Strom-Spannung-Beziehung hat, ändert sich in Abhängigkeit des Wassergehaltes die Steilheit der aufgezeichneten Kurven. Das heißt, dass das Verhältnis der Anfangssteilheiten beider Messungen zueinander eine Aussage über den Wassergehalt im Kabel erlaubt. Somit steht ein Bewertungskriterium zur Verfügung, das eine zuverlässige Prognose über die Zuverlässigkeit der Kabelanlage gestattet.